Die Innviertler Gemeinde Pramet liegt südlich von Ried im Innkreis, umfasst von den Ausläufern des Hausruckwaldes, der das Innviertel vom Hausruckviertel trennt. Das weitläufige Waldgebiet lässt sich auf zahlreichen, großteils ebenen Wanderwegen erkunden. Wo die Bäume die Sicht von den Waldeshöhen nach Süden freigeben, schweift der Blick über das Alpenvorland bis zum Dachstein. Nach Norden hin neigt sich der hügelige, durch tief eingeschnittene Bachläufe gegliederte Landstrich vom 700 Meter hohen Hausruckkamm hinunter zum Ortszentrum, das auf 512 Meter Seehöhe liegt.

In die sanfte Landschaft eingebettet sind Weiler und Einzelgehöfte, oft umgeben von alten Mostobstbäumen, die sich im Frühling zu weißen Blütenwolken wandeln. Die eher kleinteilige Struktur der landwirtschaftlichen Flächen mit ihrem Wechsel von Wiesen und Feldern ergibt jenen typischen „Fleckerlteppich“ auf den Hügeln und Kuppen, der sich je nach Jahreszeit in den verschiedensten Grün-, Gelb- und Brauntönen zeigt und von dem Franz Stelzhamer einst schrieb: „Und so gwürflat rundum und so schen ist de Gegnd…“

Lange Geschichte wie überall im Innviertel haben Bauern und Handwerker über viele Jahrhunderte die Geschichte der Region geprägt. Dass das Gemeindegebiet bereits im ersten Jahrtausend nach Christus besiedelt war, belegt ein Dokument des Domkapitels Passau aus dem Jahr 903, in dem „prama“ erstmals urkundlich erwähnt wird. Darin ist mit einem Gut mit Mühle und Sägewerk in der Hofmark zu lesen. Einzelne Ortschaften sind noch deutlich älter. Wie das gesamte Innviertel hat auch Pramet eine lange bayerische Vergangenheit: Das einstige „Innbaiern“ kam erst 1779 zu Österreich.

Die gut 1000 Einwohner von Pramet leben in einem Ort im intakter Infrastruktur. Dazu gehören Kaufgeschäft, mehrere Gastronomiebetriebe, Tankstelle, Frisör, Bank, Volksschule, Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Therapiezentrum sowie namhafte Gewerbebetriebe. Rechnerisch betrachtet kommt auf je vier Einwohner ein Arbeitsplatz, was für eine Gemeinde dieser Größenordnung beachtlich ist. Der Agrarsektor hat einen hohen Stellenwert, es dominiert die Grünlandwirtschaft. Eine Reihe von Landwirten setzt auf Direktvermarktung bäuerlicher Produkte und Spezialitäten.